Kaffee kochen könnt ihr woanders

Akten schlichten, Kaffee kochen und Dokumente schreddern? Ein Praktikum bei Frauscher sieht anders aus! Wie genau, das wissen Eva Haas und Susanne Schlatter. Die beiden Studentinnen der Fachhochschule Wels und der Universität Passau unterstützen seit dem Frühjahr das Product Management und das Marketing von Frauscher im Rahmen eines Pflichtpraktikums. Und Zeit zum Kaffee kochen blieb ihnen dabei sicher nicht. Wir haben mit ihnen über ihre Arbeit bei Frauscher gesprochen.

Susanne Schlatter und Eva Haas absolvierten bei Frauscher ein Praktikum

Was genau macht ihr zwei bei Frauscher?

Eva: Ich bin in der Abteilung Product Management und beschäftige mich mit der Konzeption und Durchführung der Produktportfolioanalyse. Zu diesem Thema schreibe ich auch meine Bachelorarbeit in Zusammenarbeit mit Frauscher.

Susanne: Meine Aufgaben sind bunt gemischt: Einerseits übernehme ich viel administrative Arbeiten im Marketingteam, aber ich bin auch bei der Organisation von Messen und hauptsächlich bei der Planung des diesjährigen Wheel Detection Forums mit eingebunden.

Ist das auch etwas, das ihr euch für euer späteres Berufsleben vorstellen könnt?

Eva: Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, einmal im Produktmanagement tätig zu sein. Für meine Zukunft möchte ich mich noch mehr in den Bereich Innovationsmanagement vertiefen.

Susanne: Ich habe das Praktikum mit dem Gedanken begonnen, dass ich nicht im Bereich meines Studiums arbeiten möchte, sondern eher im Bereich Marketing bzw. Event Management – die letzten Wochen haben diese Idee bekräftigt.

Wie seid ihr eigentlich auf Frauscher aufmerksam geworden?

Susanne: Ganz einfach: Ihr habt die Stellenanzeige beim Career Service der Uni Passau inseriert! Sonst hätte ich euch wahrscheinlich nie gefunden.

Eva: Auf der Karrieremesse der FH Wels bin ich mit zwei eurer Mitarbeiter ins Gespräch gekommen. Frauscher schien mir dabei auf Anhieb einfach ein sehr interessantes und sympathisches Unternehmen zu sein.

Hand aufs Herz: Würdet ihr auch als Festangestellte bei Frauscher einsteigen wollen?

Susanne: Ja! Nur leider passt das bei mir gerade zeitlich noch nicht.

Eva: Frauscher wäre auf jeden Fall ein sehr guter Arbeitgeber. Allerdings habe ich nach dem Praktikum mein Masterstudium schon fix eingeplant.

Warum genau wäre Frauscher für euch ein guter Arbeitgeber?

Eva: Ganz einfach wegen der frischen, jungen Unternehmenskultur und dem rundum angenehmen Arbeitsklima. Man wird sehr offen und herzlich aufgenommen und fühlt sich dementsprechend schnell wohl hier.

Susanne: Offenheit und Freundlichkeit trifft es tatsächlich sehr gut – du bist vom ersten Tag an mit dabei! Trotz der Internationalität und Größe empfinde ich Frauscher fast wie ein kleines Familienunternehmen, das ist sehr angenehm. Und dass es täglich frisches Obst gibt ist auch ein Pluspunkt.

Susanne, du studierst in Deutschland, daher zählt das hier für dich als Auslandspraktikum, obwohl du nur 35 Kilometer entfernt wohnst. Wolltest du nicht weiter weg?

Susanne: Ich finde es ist wichtiger, dass das Praktikum an sich passt und sich mit dem deckt, was man persönlich erreichen will. Und nicht, dass man nur des vermeintlich spannenderen Landes wegen irgendwo anders hin geht. Wenn man dort dann bloß Kaffee kochen darf, weil man vielleicht die Sprache noch nicht so gut beherrscht – was nützt einem das dann?

Mal abgesehen vom Kaffee kochen… was habt ihr während eures Praktikums bei Frauscher vermisst?

Susanne: Am Anfang vielleicht tatsächlich ein paar 0815-Praktikantenaufgaben!

Eva: Mittags aus einer Vorlesung zu kommen und den Rest des Tages Sonnenstrahlen zu genießen…

Und was war eure bisher spannendste Aufgabe bei Frauscher?

Susanne: Ein „Ausflug“ nach Salzburg zu der Firma, die die Technik für das Wheel Detection Forum bereitstellt. Einerseits hatte ich als Praktikantin nicht erwartet, überhaupt zu so einem Termin mitzukommen. Andererseits war es spannend, weil wir auch über FTS (die neue Produktlinie von Frauscher; Anm. d. Red.)  gesprochen haben, damit sie sich mit ihrem Installationsdesign an der zugrundeliegenden Glasfasertechnologie orientieren können. Ich hatte FTS bis dahin nicht verstanden und es war super interessant zu sehen, wie Marketing und Technik bei Frauscher ineinandergreifen.

Eva: Die für mich spannendste Aufgabe bei Frauscher ist die strategische Gestaltung des Produktportfolios. Dabei darf ich mich mit Fragen beschäftigen wie: Wo werden künftig neue Produktentwicklungen benötigt? Oder: Welche Produkte sollen aus dem Sortiment genommen werden? Das sind Themen, die sich auf die gesamte Unternehmensentwicklung auswirken. Daran teilhaben zu können, finde ich ziemlich spannend.

Zum Schluss: Welchen guten Rat würdet ihr euren Nachfolgern geben?

Susanne: Es gibt nichts was es nichts gibt – immer einen kühlen Kopf bewahren und auf jeden Fall To-do-Listen schreiben!

Eva: Ich rate meinen Nachfolgern nicht nur Motivation, sondern auch einen guten Appetit mitzubringen. In der morgendlichen Pause wird gemeinsam gefrühstückt – und auch das Mittagessen in der Kantine fällt öfters etwas größer aus!


„Das Praktikum ist ein Pflichtpraktikum – fühlt sich aber nicht so an!“

„Das Praktikum ist ein Pflichtpraktikum – fühlt sich aber nicht so an!“

Susanne Schlatter unterstützte von Anfang März bis Anfang Juni die Marketingabteilung unter anderem bei der Planung und Vorbereitung des Wheel Detection Forums. Die 23-Jährige kommt aus dem schwäbischen Ludwigsburg und studiert im sechsten Semester an der Universität Passau den B.A. European Studies mit den Schwerpunkten Kunstgeschichte und Frankoromanistik. Nach dem Ende ihres Praktikums widmet sie sich ihrer Bachelorarbeit und tritt eine Teilzeit-Anstellung als Studiengangskoordinatorin an der Philosophischen Fakultät der Universität Passau an.


„Frauscher hat mir geholfen, den Fokus für mein weiteres Studium zu schärfen“

„Frauscher hat mir geholfen, den Fokus für mein weiteres Studium zu schärfen“

Eva Haas ist seit Mitte April bei Frauscher und verstärkt noch bis August die Abteilung Product Management. Weil der tägliche Anfahrtsweg von ihrem Wohnort im Bezirk Gmunden sonst zu weit wäre, stellt Frauscher ihr während des Praktikums eine Unterkunft zur Verfügung. An der FH Wels absolviert die 22-Jährige den Bachelor in „Innovations- und Produktmanagement“ und schreibt derzeit ihre Abschlussarbeit, bei der sie von zwei Frauscher Mitarbeitern betreut wird. Im Herbst beginnt sie an der FH Technikum Wien das Masterprogramm „Innovations- und Technologiemanagement“.

Stefan Daller

Stefan Daller

13.06.2017

Menschen

1137 Wörter

8 Minuten Lesezeit

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