Von Mumbai nach St. Marienkirchen

Fast jede Woche neue Kollegen willkommen zu heißen, ist für die Belegschaft von Frauscher keine Seltenheit mehr. Aufgrund des kontinuierlichen, internationalen Wachstums stellt das Unternehmen heuer rund 80 neue Mitarbeiter weltweit ein. Am größten Frauscher Standort in St. Marienkirchen wurde jetzt die 200-Mitarbeiter-Marke geknackt: Kiran Griffiths verstärkt seit Juli das R&D-Team im Bereich Embedded Systems.

Nie war die globale Nachfrage nach Frauscher Produkten höher. Um dem zunehmenden Interesse der Kunden sowie den gestiegenen Anforderungen in den Märkten gerecht werden zu können, sucht Frauscher an allen Standorten und quer durch alle relevanten Bereiche und Fachrichtungen Verstärkung. Am Firmensitz im österreichischen St. Marienkirchen wurde im Zuge dessen jetzt der 200. Mitarbeiter eingestellt: Der 25-jährige Kiran Griffiths stammt ursprünglich aus Indien und suchte nach dem Studium in Deutschland nach einer fachlich passenden, ansprechenden und herausfordernden Anstellung im deutschsprachigen Raum. Bei Frauscher ist er fündig geworden.

Administration Director Ingrid Schwarz begrüßt Kiran Griffiths als 200. Mitarbeiter bei Frauscher in St. Marienkirchen.Administration Director Ingrid Schwarz begrüßt Kiran Griffiths als 200. Mitarbeiter bei Frauscher in St. Marienkirchen.

Facebook als Jobvermittler

Aufgewachsen in der indischen 18-Millionen-Metropole Mumbai, wagte Kiran 2015 den Sprung ins oberschwäbische 20 000-Einwohner-Städtchen Weingarten, um dort ein Masterstudium in Elektrotechnik an der Hochschule Ravensburg-Weingarten zu absolvieren. Anfang 2017 machte ihn schließlich ein Bekannter aus der Facebook-Gruppe „Indians in Germany“ auf Frauscher aufmerksam. Wenige Wochen später hatte er bereits sein Vorstellungsgespräch in St. Marienkirchen – und kurz darauf die Zusage für eine Stelle in der Abteilung für Forschung & Entwicklung.

Doch wieder zurück nach Indien: Nach dem Bachelorstudium der Elektrotechnik arbeitete Kiran zunächst als Graduate Engineer Trainee in der Energiebranche in Mumbai. Recht schnell wurde ihm allerdings klar, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte: „Ich wollte mich einfach weiter qualifizieren, am besten im Ausland!“ Die Wahl des Studienorts fiel dabei ganz bewusst auf die Hochschule Ravensburg-Weingarten in Deutschland, die laut CHE-Hochschulranking zu den 30 dynamischsten Universitäten des Landes zählt. Hier absolvierte er seinen Master in Elektrotechnik mit Fokus auf Embedded Systems.

„Moizeit“ war sein erstes Wort

Anfangs noch ohne jegliche Deutschkenntnisse, holte Kiran schnell auf und lernte innerhalb von nur zwei Jahren unglaublich viel. „Besonders die vielen Gespräche mit meiner deutschen Mitbewohnerin haben mir dabei sehr viel geholfen“, erzählt er. Mittlerweile kann er sich auch mit seinen österreichischen Kollegen bei Frauscher recht gut verständigen – selbst wenn deren Innviertler Dialekt ihm ab und an noch Probleme bereitet. Doch auch hier lernt er schnell dazu: Erste Begriffe wie etwa „Moizeit“ [österreichischer Gruß zur Mittagszeit; Anm. d. Red.] funktionieren bereits bestens.

In seiner Freizeit ist Kiran ein begeisterter Radfahrer. Sofern es das Wetter erlaubt, fährt er jeden Tag von seinem neuen Zuhause in Schärding aus mit dem Rad zur Arbeit. „In Mumbai wäre das nicht denkbar gewesen – dort bin ich jeden Tag 90 Minuten mit dem Bus in die Arbeit gefahren!“ Auch am Wochenende ist er gerne mit dem Rad unterwegs, erkundet die Gegend um Schärding und entdeckt immer wieder Neues.

Flache Hierarchien und spannende Aufgaben

Bei Frauscher gefallen Kiran besonders seine spannenden Aufgaben: Im R&D-Team unterstützt er die Entwicklung analoger und digitaler Systeme sowie die Programmierung von Embedded Systems. Außerdem übernimmt er Software- und Hardwaretests – aktuell etwa führt er Temperaturtests am Frauscher Advanced Counter FAdC, dem modernsten Achszähler des Unternehmens durch. Auch von der freundlichen Atmosphäre in der Firma ist er begeistert: „Das Betriebsklima ist wirklich sehr gut und besonders die flachen Hierarchien tragen viel zur Unternehmenskultur bei.“ So sei es in Indien etwa vollkommen unüblich, dass Vorgesetzte nicht in einem abgetrennten Büro, sondern nur zwei Schreibtische weiter sitzen. Gerade während der Einarbeitung ist dieser enge Kontakt aber sehr wichtig: Sein Vorgesetzter und Mentor unterstützt Kiran und steht ihm bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Bei Frauscher in St. Marienkirchen ist Kiran aktuell nur einer von vielen neuen und oft internationalen Arbeitskräften. „Es ist schön, dass wir so vielen motivierten Mitarbeitern bei uns neue Herausforderungen bieten können“, sagt Administration Director Ingrid Schwarz und fügt hinzu: „Besonders Menschen mit internationalem Background bereichern die Arbeit hier in St. Marienkirchen ungemein und tragen wesentlich zu unserer internationalen Ausrichtung und Atmosphäre bei.“ In diesem Jahr sollen alleine am Standort in Österreich noch über 40 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Weitere Informationen zu den aktuellen Stellenangeboten von Frauscher: www.frauscher.com/de/karriere

Anna Reiter

Anna Reiter

31.07.2017

Menschen

749 Wörter

5 Minuten Lesezeit

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