Frauscher präsentiert intelligente Sensoren auf der InnoTrans 2018

Bewährtes Know-how trifft frische Ideen: das neue, intelligente Sensormodell von Frauscher nutzt das Konzept des Internet der Dinge – und andere Technologien. Damit wird es zu einem smarten Device am Gleis.

Als solches vereint der neue Sensor eine ganze Reihe innovativer Neuerungen: Die Auswertung des Signals erfolgt im Gerät, direkt an der Schiene. Mittels zusätzlich integrierter Sensorik ermittelt er nützliche Zusatzinformationen zur Umsetzung höchst effizienter Bahnanwendungen. Der digitale Output und ein spezifisch entwickeltes Bussystem, das in einer Ringarchitektur betrieben werden kann, ermöglichen signifikante Einsparungen im Verkabelungsbereich. Damit setzt Frauscher erneut eine Benchmark in der Gleisfreimeldung.

SENSiT on track

Der neue Frauscher Sensor vereint als smartes Device verschiedene Funktionalitäten und wertet das Signal direkt am Gleis aus.

Gleisseitige Sensorik muss zukunftsfähig werden

Hannes Kalteis, Frauscher Product Management, hat die Entstehung des neuen Sensors von Anfang an begleitet. Für ihn ist dieses Modell der nächste logische Schritt in die Zukunft: „Man kann es im Alltag selbst erleben: Immer mehr Objekte kommunizieren heute schon über das Internet der Dinge. Sei es die Smart Watch oder der Kühlschrank, der automatisch Waren bestellt. Die Wege werden kürzer, die Effizienz steigt. Auch die Bahnindustrie öffnet sich immer mehr für solche Ideen – das sieht man inzwischen in verschiedenen Bereichen. Häufig beschäftigt man sich dabei mit dem Informationsfluss zum Fahrgast. Doch auch in Bezug auf Infrastruktur- und Betriebsmanagement ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die einfach genutzt werden müssen. Bestehende Komponenten, wie induktive Radsensoren, mit neuen Skills auszustatten ist daher sicherlich ein wichtiger Schritt.“

Development of the new sensor

Hannes Kalteis (rechts) war von Anfang an in die Entwicklung des neuen Sensors involviert.

Daten, Daten, Daten!

Big Data Analytics, Deep Learning, künstliche Intelligenz: Das sind die ersten Dinge die einem in den Sinn kommen, wenn man von Digitalisierung spricht. Um damit aber neue Lösungen unterstützen zu können, braucht es vor allem eines: zuverlässige Daten. Daraus entstehen Informationen, etwa für Betriebsmanagement sowie die Überwachung oder Instandhaltung. Induktive Radsensoren und Achszähler markieren den Stand der Technik, wenn es um das zuverlässige Generieren solcher Daten geht. „Das verdeutlicht, wie wichtig eine entsprechende Weiterentwicklung bestehender Komponenten ist. Um mit aktuellen Anforderungen mithalten zu können, müssen auch bewährte Lösungen mit der Zeit gehen“, fasst Kalteis zusammen.

Entwicklung einer neuen Generation

Gesagt, getan: Frauscher analysierte die Eigenschaften seiner bestehenden Sensoren und stellte sie neuen Möglichkeiten gegenüber. In einem ganzheitlichen Design-Thinking-Prozess wurde ein neues Modell geschaffen, das Daten nicht nur dort generiert, wo sie entstehen – nämlich direkt am Gleis. Es wertet diese auch noch sofort aus und stellt sie über digitale Schnittstellen und zeitgemäße Netzwerke in Echtzeit zur Verfügung. Zusätzlich integrierte Sensoren generieren noch weitere Informationen zu Temperatur oder Beschleunigungen. Das alles geschieht auf Basis bisheriger Erfahrungen mit höchster Zuverlässigkeit und Präzision – und zwar selbst unter widrigsten klimatischen, mechanischen und elektromagnetischen Bedingungen.

Defining requirements by an interdisciplinary team

Ein interdisziplinäres Team definierte die Anforderungen an die neue Sensorgeneration.

Mehr Daten, weniger Aufwand

Doch mehr Informationen zu generieren ist nicht alles, wie Hannes Kalteis weiß: „Während Bahnbetreiber mit steigenden Anforderungen umgehen müssen, müssen sie gleichzeitig auf maximale Wirtschaftlichkeit achten. Dass neue Sensoren, die verschiedene Informationen auf einmal generieren, diesen Trend unterstützen, liegt auf der Hand. Doch auch im Bereich der Verkabelung können Einsparungen erzielt werden.“ Die Anbindung des neuen Frauscher Sensors erfolgt über ein eigenes Bussystem. Dieses kann auch als Ring betrieben werden. Dadurch sind im Vergleich zur sternförmigen Verkabelung – bei der jeder Sensor einzeln mit der Innenanlage verbunden wird – signifikante Einsparungen in Bezug auf Material und Installationszeit möglich.

More data, less effort

Sternarchitekturen erfordern pro Sensor ein eigenes Kabel. Bussysteme ermöglichen eine ringförmige Verkabelung. Das benötigte Kabelmaterial wird wesentlich reduziert.

Zukunft erleben

„Auf der InnoTrans 2018 präsentieren wir mit diesem Gerät nicht einfach nur einen neuen Sensor. Es ist ein Ausblick auf Konzepte und Lösungen für die Zukunft – und ein Querschnitt dessen, was gemäß unseres Leitsatzes ‚Track more with less‘ heute schon möglich ist.“, fasst Martin Rosenberger, CTO Frauscher Sensor Technology, zusammen.

Mehr über die nächste Generation der Gleisfreimeldung erfahren Sie auf der InnoTrans 2018. Der Frauscher Messestand findet sich in Halle 25, Stand 232. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin und diskutieren Sie die Vorteile des neuen Frauscher Sensors

-       Digitaler Output

-       Umfassende Netzwerkfähigkeit

-       Mehr Informationen

-       Weniger Komponenten

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Christian Pucher

Christian Pucher

30.08.2018

Technologien | Applikationen

936 Wörter

7 Minuten Lesezeit

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