Frauscher Polen stärkt Position im Metro-Markt

Warschau: etwa 1,8 Millionen Menschen auf rund 520 km² – erschlossen durch ein gut funktionierendes öffentliches Verkehrsnetz aus Bussen, Straßenbahnen und einer Metro, die kontinuierlich wächst und dazu unter anderem Frauscher Komponenten verwendet.

Die Linie M1 der Metro Warschau ist seit 1995 in Betrieb. Sie besteht aus 23 Kilometern Gleis und verbindet mit 21 Stationen den nördlichen und südlichen Teil der Stadt. Im Jahr 2009 begann der Bau einer zweiten Linie von Ost nach West. 2015 wurde die Linie M2 auf sieben von 21 Stationen in Betrieb genommen – sieben weitere sollen 2020 eröffnet werden. Frauscher Polen ist mit Stolz Teil dieses prestigeträchtigen Projekts.

Sichtbare Trends

„Für uns als Unternehmen ist das etwas ganz Besonderes“, sagt Daniel Pytlik, Managing Director - Proxy, Frauscher Polen: „Warschau ist die einzige Stadt in Polen, die eine U-Bahn-Infrastruktur nutzt, um die Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel zu erhöhen. Während die Linie M1 mit Frequenzgleisstromkreisen zur Gleisfreimeldung ausgestattet ist, verwendet die Linie M2 Achszähler. In Anbetracht des Zeitrahmens, in dem beide Linien gebaut wurden oder noch werden, spiegelt dies den globalen Trend wider, Achszähler anstelle von Gleisstromkreisen einzusetzen“, sagt Pytlik. Die 14 Stationen, die bereits in Betrieb sind oder es bald sein werden, nutzen eine Signaltechniklösung, die auf Basis der Informationen aus dem Frauscher Axle Counting System ACS2000 arbeitet.

Die Metro Warschau bietet der Stadt eine moderne öffentliche Verkehrsinfrastruktur.

Bewährte Eigenschaften

„Die Kombination aus ACS2000 und den Radsensoren RSR180 bildet hier eine solide Basis für die Signaltechnik“, ist Pytlik überzeugt und erklärt: „Frauscher Radsensoren RSR180 werden einfach und schnell mit einer speziellen Schienenklaue montiert. Dabei muss die Schiene nicht durch Anbohren geschwächt werden. Diese Sensoren sind sehr robust gegen äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit, Hitze, Frost, Schnee und mehr, aber auch gegen mechanische Einwirkungen und elektromagnetische Störungen. Auf dieser Basis arbeiten sie selbst unter widrigsten Umständen äußerst zuverlässig. Das ACS2000 weist jedem Gleisabschnitt eine eigene Auswerteeinheit zu. Diese werden während der Fertigung vorkonfiguriert – basierend auf dem, was gemeinsam mit unserem Kunden definiert wurde. Damit erfüllt das System selbst individuelle Anforderungen in vollem Umfang.“

Frauscher Radsensoren RSR180 arbeiten selbst unter Wasser sehr zuverlässig.

Grünes Licht für mehr

Jener Teil der ACS2000-Installation, der seit 2015 auf der Linie M2 in Betrieb ist, hat sich unter den gegebenen Bedingungen als sehr zuverlässig erwiesen. Diese positiven Erfahrungen haben die Metro Warschau zu der Entscheidung veranlasst, dieses System nicht nur von sieben sondern auf 14 Stationen auf dieser Linie zu erweitern. Sie beschlossen auch, eine Modernisierung der Linie M1 durchzuführen. „Der Austausch von Gleisstromkreisen durch Achszähler auf einer benachbarten Strecke unterstreicht zusätzlich den Trend, den wir weltweit beobachten. Und es ist natürlich der beste Beweis für die hohe Qualität und Kundenorientierung unserer Produkte, den wir bekommen können“, freut sich Pytlik.

Das Frauscher Axle Counting System ACS2000 hat sich weltweit bewährt.

Neueste Achszähler und Entwicklungen

Auf der diesjährigen TRAKO freut sich das Team von Frauscher Polen darauf, seine Erfahrungen aus Projekten in verschiedenen Eisenbahnsegmenten mit bekannten und neuen Kunden zu teilen. An Stand 46 in Halle A präsentieren sie die neuesten Produkte und die innovativsten Entwicklungen des Unternehmens. Dazu gehört auch der Frauscher Advanced Counter FAdC, der kürzlich von UTK zertifiziert wurde und nun für den polnischen Bahnmarkt verfügbar ist. Als Highlight wird das neue SENSiS-System vorgestellt: „Wir haben SENSiS erstmals auf der InnoTrans 2018 präsentiert und waren überwältigt von dem großen Interesse und dem positiven Feedback. Mit einem neu entwickelten Sensor, der wie ein intelligentes Device am Gleis arbeitet, setzt dieses System neue Maßstäbe. Es eröffnet völlig neue Möglichkeiten und stellt die neueste Generation der Gleisfreimeldung vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung der Bahnindustrie dar“, fasst Pytlik zusammen.

Gerhard Grundnig

Gerhard Grundnig

16.09.2019

Märkte

694 Wörter

5 Minuten Lesezeit

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